Breite Mehrheit verfolgt Wahlabend im TV - Jüngere auch im Netz

Fernseher oder Internet? Am Abend der Bundestagswahl haben die Menschen offenbar eine klare Vorliebe bei ihrer Informationsquelle. Doch das Netz gewinnt an Bedeutung - vor allem in einer Bevölkerungsgruppe.

| KNA Mediendienst

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Berlin (KNA) Am Sonntag um Punkt 18 Uhr werden planmäßig die ersten Prognosen zum Ausgang der Bundestagswahl veröffentlicht - und viele Menschen hierzulande werden sich dann vor dem Fernseher versammeln. 84 Prozent kündigten dies in einer Umfrage an, die der Digitalverband Bitkom am Dienstag in Berlin veröffentlichte. 21 Prozent wollen die Ergebnisse dagegen online verfolgen; fünf Prozent planen zudem, ihre eigene Einschätzung auf Social Media kundzutun. Besonders hoch ist der Anteil derjenigen, die sich eher im Netz mit der Wahl befassen, unter den Jüngeren, wie es hieß: Elf Prozent der 18- bis 29-Jährigen wollen sie dort selbst kommentieren. In den anderen Altersgruppen sagten dies zwischen drei und sechs Prozent. Insgesamt bleibe der Wahlabend also ein TV-Event, sagte die Politik-Expertin bei Bitkom, Sophie Vogt-Hohenlinde. "Die Berichterstattung mit Live-Schalten, Hochrechnungen und der traditionellen Elefantenrunde gehört für viele zur Wahlnacht dazu." Die meisten haben nach eigenen Worten auch vor, die Wahlergebnisse mit anderen zu diskutieren. 78 Prozent der Befragten erklärten, im Familien- und Freundeskreis darüber zu sprechen; Männer mit 82 Prozent etwas häufiger als Frauen mit 74 Prozent. Sechs Prozent wollen den Abend demnach auf einer Wahlparty verbringen oder an einer politischen Veranstaltung teilnehmen. Jede und jeder Zehnte (elf Prozent) gab dagegen an, die Berichterstattung zunächst an sich vorbeiziehen zu lassen und sich erst am Folgetag über die Ergebnisse zu informieren. Repräsentativ befragt wurden den Angaben zufolge 1.002 Personen ab 18 Jahren. Ab 17.10 Uhr zeigt das Erste am Sonntag die "Wahlsendung", das ZDF informiert ab 17.00 Uhr. Um 20.15 Uhr folgt auf beiden Sendern die "Berliner Runde" mit den Spitzenkandidatinnen und -kandidaten der Parteien.

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